Uruguay
26.-29.08.10
Das schlechte Wetter besserte sich auch in Uruguay nicht. Wir fuhren an der Küste entlang, bis nach Montevideo. Wir schauten uns die Stadt an, waren aber überhaupt nicht begeistert und blieben deshalb nur einen Tag.
In Colonia hatten wir noch eine nette Begegnung. Wir parkten unser Auto in der Innenstadt. Als wir wieder zurückkamen, hängten zwei Zettel an der Windschutzscheibe. Zuerst dachten wir es wären Strafzettel oder Werbung. Aber auf den Zetteln waren Bilder von uns und von Kathi und Michael ausgedruckt. Während wir sie noch anschauten, kam der Verfasser schon auf uns zu. Joseph ein älterer US-Amerikaner, der seit einem Jahr in Uruguay lebt, lud uns zu sich ein. Er erzählte uns, vor einer Woche habe er Kathi und Michael zufällig kennengelernt und sie hätten ebenfalls bei ihm übernachtet. Aus ihren Erzählungen und ihrer Homepage kannte er uns und unser Auto.
Früher war er Funkoffizier zur See. Irgendwann vor sechs Jahren hatte es ihn dann nach Panama verschlagen. Dort musste er aber wegziehen, weil das Klima seiner Gesundheit ziemlich zusetzte. Jetzt ist er auf der Suche nach einem geeignetem Alterssitz. Eigentlich dachte er, er habe ihn hier in Colonia gefunden, aber im Winter war es ihm jetzt zu kalt. Sein nächstes Ziel ist die Gegend rund um Mendoza in Argentinien.
Nächsten Tag schauten wir uns mit ihm noch die sehr schöne Altstadt von Colonia an. Unterwegs trafen wir noch einen der beiden älteren englischen Brüder wieder, denen wir schon in Lima und Cusco begegnet waren. Zusammen gingen wir noch einen Kaffee trinken, dann mussten wir schon in den Hafen, um die Fähre nach Buenos Aires nicht zu verpassen.